Theologie (in mennonitischer Sicht)

1. Begriff und Aufgabe

Der Begriff „Theologie“ geht auf das griechische „theos“ und „logos“ zurück und bedeutet „Rede von Gott“. Im Neuen Testament ist dieser Begriff nicht zu finden, obwohl dort von Gott die Rede ist, der in Jesus Christus das Heil der Menschen durch den Heiligen Geist wirkt. Offensichtlich hat die ursprüngliche Verknüpfung dieses Begriffs mit heidnischer Religiosität den neutestamentlichen Autoren Zurückhaltung auferlegt. Frühestens bei den Kirchenvätern Origenes (182 - 254 n. Chr.) und Eusebius von Caesarea (gest. um 340 n. Chr.) ist dieser Begriff in christianisierter Bedeutung nachzuweisen. Seither wurde er immer geläufiger - bis zu den theologischen Entwürfen der Scholastik im Mittelalter, den Lehrbüchern der protestantischen Orthodoxie und den großen Systemen christlicher Theologie im 19. und 20. Jahrhundert. Inzwischen hat Theologie ihren festen Ort in Kirchen und Seminaren, an Universitäten und Akademien.

Als Rede von Gott entspringt die Theologie der Verkündigung der Kirche, begleitet sie und reflektiert, was die Kirche sagt und wie von Gott geredet wird. Gelegentlich wurde Theologie als „denkerisch verantwortete Rede von Gott“ beschrieben und der Glaube, der im Hören auf das verkündete Wort Gottes entsteht, als „denkender Glaube“ (Karl-Heinz Ratschow, Art. Theologie, S. 166). Die Sprache der Verkündigung ist kerygmatisch und appellativ; die Rede von Gott argumentativ. In ihr wird darüber nachgedacht, was es heißt, dass Gott sich in einem historischen Ereignis, dem Leben und der Lehre Jesu offenbart, auch darüber, wie von den historischen Quellen in der Heiligen Schrift auf ein göttliches Wirken zurückgegriffen werden kann, das nicht in der Vergangenheit ruht, sondern die gesamte Existenz des Menschen in jeweils neuen Situationen immer noch ergreift und verändert. Theologisch nachgedacht werden kann in Predigt, Bekenntnis, Liedern, im Dogma, in Katechismen, in Andachtsliteratur und in kirchlichen Verlautbarungen. Karl Barth sprach in diesem Zusammenhang von einer „irregulären“ Theologie. Eine „reguläre“ Theologie nannte er dagegen die Theologie, wie sie an theologischen Fakultäten der Universitäten gelehrt wird und ihren Niederschlag in dogmatischen Lehrbüchern findet. Theologie ist nicht die Lehre der Kirche, wohl aber erläutert und begründet sie diese Lehre, sie bereitet auch neue Lehraussagen vor und hat sich - besonders in neuerer Zeit - auch die Fähigkeit erworben, Lehre und Praxis der Kirche zu kritisieren und für den Dialog mit Philosophie, Weltanschauung und Wissenschaft, auch mit anderen Religionen zuzurüsten.

Theologie war und ist der Kirche verpflichtet, deshalb wurde sie oft eine „kirchliche Wissenschaft“ genannt. Doch je mehr sich die Wissenschaften und ihre Institutionen von der Kirche lösten, um so mehr wuchs der Theologie auch die Aufgabe zu, ihre Überlegungen nicht nur gegenüber der Kirche, sondern ebenso gegenüber wissenschaftlicher Erkenntnis und philosophischer Einsicht zu verantworten. Oft werden beide Aufgaben von ein und derselben Theologie wahrgenommen. Ebenso oft werden sie aber getrennt in Angriff genommen: von einer kirchlichen und von einer akademischen Theologie.

Die Aufgaben der Theologie sind im Laufe der Zeit gewachsen, interessanterweise gegenläufig zum Einfluss, den Kirche und Theologie in der Gesellschaft auszuüben vermögen. Inzwischen ist nicht nur die Gesellschaft oder unser Vermögen, gesellschaftliche Vorgänge zu beobachten, komplexer geworden (Niklas Luhmann, Die Gesellschaft der Gesellschaft, S. 134-144), sondern mit ihnen auch die Aufgabe der Theologie. Darauf wurde und wird in der Regel mit Arbeitsteilung und Spezialisierung reagiert.

Seit dem Mittelalter hat sich die Theologie in verschiedene Disziplinen aufgefächert: Exegetische Fächer (Altes und Neues Testament), Kirchengeschichte, praktische Theologie und Systematische Theologie bzw. Dogmatik. Das sind die Grunddisziplinen. Daneben sind Fächer entstanden, die sich aus den Disziplinen ausgegliedert haben oder diese ergänzen: z.B. Missionswissenschaft, Konfessionskunde und Ökumenik, christliche Archäologie, biblische Landeskunde, Religionspädagogik, Religionsphilosophie und allgemeine Religionswissenschaft. Im Kanon dieser theologischen Fächer nimmt die Systematische Theologie eine besondere Stellung ein. Erstens gibt sie Auskunft darüber, was Theologie ist, und zweitens erläutert und begründet sie die Auffächerung der theologischen Arbeit. In diesem Sinne repräsentiert diese Disziplin die Theologie insgesamt.

Die Mennoniten haben erst spät zu „regulärer“ Theologie gefunden, wenn überhaupt, dann zu einer Theologie, die einzig und allein der Kirche verpflichtet ist und ihren Ort in kirchlichen Schulen hat: an so genannten Bibelschulen, Colleges und Seminaren. Sofern es mennonitische Theologen gibt, die sich der „academia“ verpflichtet wissen, sind es Einzelgänger, die zwar gelegentlich in ihrer Kirche gehört werden, die aber Theologie auf eigene Faust treiben. Allerdings geschieht das nicht ohne Berechtigung, denn jedem, der glaubt, ist aufgetragen, über den Glauben nachzudenken. Es ist nicht nur die Kirche, die zu theologischer Arbeit verpflichtet.

2. Ansätze theologischer Arbeit unter Mennoniten in Deutschland

Angesichts der Komplexität der Theologie kann von der kleinen →Freikirche der Mennoniten keine umfassende theologische Arbeit erwartet werden. Ihr fehlten und fehlen in den meisten Ländern die personellen und organisatorischen Resourcen, um eine solche Aufgabe auch nur ansatzweise übernehmen zu können. Wo sich theologisches Denken dennoch Ausdruck verschaffte, ist das im Sinne irregulärer und nicht regulärer Theologie geschehen: in Bekenntnissen und Katechismen, in Predigten und erbaulicher Auslegung biblischer Verse und Geschichten, allenfalls in populärwissenschaftlichen Abhandlungen zu theologischen Fragen, die in der breiteren Öffentlichkeit diskutiert wurden, in neuerer Zeit auch gelegentlich in Abhandlungen zur historischen Erforschung des Täufertums oder der Geschichte der Mennoniten. Veröffentlichungen zur systematischen Theologie gibt es vereinzelt in den Niederlanden und in größerem Maße in Nordamerika, aber weder in der Schweiz noch in Deutschland oder Frankreich.

Im Grunde ist es die Last des täuferischen Aufbruchs, die als Erbe auf den Nachfolgegemeinden in der Schweiz, in Deutschland und Frankreich lag und keinen Sinn mehr in theologischer Arbeit für ihr geistliche Wohlergehen sehen ließ (Täufer). Zunächst waren es die antiklerikalen Impulse ihrer Reformbemühungen, die sie gegen jede Form theologischen Herrschaftswissen argwöhnisch machten. Sowohl der altgläubige Klerus als auch die gelehrten Theologen der Reformation entsprachen in ihren Augen nicht dem Typus des frommen Laien, der in aller Armut des Geistes zur Nachfolge Jesu bereit war (Antiklerikalismus). Dorthin konnte die Theologie, die ihrer Meinung nach als Herrschaftsinstrument über den einfachen Menschen eingesetzt wurde, nicht führen. Sie wurde abgelehnt und verworfen. Was zählte, war das Wort Gottes, das sich ihnen in ihren schlichten Gottesdiensten erschloss, oder die unmittelbare Erleuchtung und Führung durch den Heiligen Geist. In ihren Reihen hatte die Theologie keinen Platz. Bestärkt wurden die Täufer in der Missbilligung der Theologie in den Erfahrungen, die sie während der schweren Verfolgungen, denen sie ausgesetzt waren, mit Theologen machten, die sie in Streitschriften als Ketzer anklagten, ihren Glauben in den Verhören schmähten und die Todesstrafe gegen sie rechtfertigten (→Verfolgung, →Martyrium). Solche Erfahrungen bestätigten die antiklerikalen Affekte, die in antiintellektuelle Aversionen übergingen, und brachten die Theologie vollends in Misskredit. Zu Affekten und Aversionen gesellten sich schließlich Erfahrungen mit einem Gemeindeleben, das im religiösen Untergrund oder in gesellschaftlichen Nischen geführt werden musste, die tolerante Obrigkeiten den Täufern und Mennoniten hier und da zugewiesen hatten (→Toleranz). Predigt, Taufe, Abendmahl, Trauungen und Beerdigungen wurden über Jahrhunderte hinweg von Gemeindemitgliedern ausgeübt, die zu Ältesten und Laienpredigern bestimmt wurden. Sie nahmen diese Aufgaben ohne jede theologische Ausbildung wahr - abseits der vor allem in Deutschland sich ausbildenden Dominanz des evangelischen Pfarrhauses und einer theologisch hochstehenden Predigtkultur. Die Mennoniten führten ihr Gemeindeleben als die „Stillen im Lande“ indes in neutestamentlich-apostolischer Schlichtheit. Für Theologie war kein Platz, sie wurde auch nicht vermisst.

Erste Veränderungen deuteten sich unter den niederländischen Taufgesinnten an, die mehr als anderswo gesellschaftlich und kulturell Anschluss an die allgemeinen Entwicklungen gefunden hatten und nach konfessioneller Ebenbürtigkeit mit der reformierten Kirche strebten. Sie waren die ersten, die akademisch ausgebildete Prediger in den Gemeinden anstellten und konnten den Nachwuchs in einem theologischen Seminar ausbilden lassen, das an der theologischen Fakultät der Universität in Amsterdam entstanden war. Niederländische Prediger, die dort ihre Ausbildung erfahren hatten, wurden im 18. Jahrhundert in der Mennonitengemeinde in →Krefeld und den Gemeinden in →Ostfriesland angestellt. In der → Pfalz und in →Hamburg-Altona wurden hauptamtliche, theologisch an den Universitäten ausgebildete Prediger seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angestellt. Über diese Prediger wurde das theologische Bildungsgut, das an den evangelischen Fakultäten erworben wurde, in die Gemeinden hineingetragen, so dass das Mennonitentum, das sich schon vorher entweder pietistischen oder rationalistischen Zeitströmungen geöffnet hatte, auf diese Weise in den theologischen Meinungsstreit, der die evangelischen Kirche prägte, hineingezogen wurden: liberale, religionsgeschichtlich orientierte Theologie, biblisch begründete, sogenannte positive Theologie, dialektische Theologie und in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts die Debatte um die Entmythologisierung der christlichen Botschaft, aber auch eine Bekenntnistheologie, die gegen diese stärker wissenschaftlich ausgerichteten Strömungen auf den Plan getreten war. Die Prediger und Pfarrer arbeiteten zwar theologisch, sie informierten sich und bildeten sich theologisch weiter, doch beschränkten sich gewöhnlich darauf, ihre eigene Arbeit theologisch zu reflektieren oder die Gemeinden über allgemeine Entwicklungen in der Theologie zu informieren (in den Mennonitischen Geschichtsblättern oder im Mennonitischen Jahrbuch), brachten aber keine eigenen theologischen Gesamtkonzepte hervor. Von Pfarrern und akademischen Theologen der evangelischen Kirchen unterschieden sie sich in der Regel nur dadurch, dass sie dem allgemeinen Fundus theologischer Reflexion Überlegungen zu mennonitischen Besonderheiten hinzufügten, vor allem das Konzept der Freikirche, das Friedenszeugnis, die Glaubenstaufe und die Eidverweigerung. So konnte eine in sich geschlossene und stimmige Theologie nicht entstehen. In neuerer Zeit wurden diese Ergänzungen meistens mit historisch-theologischen Arbeiten am Täufertum verbunden, so dass theologische Energie in zunehmenden Maße in die Täuferforschung investiert wurde: in das Mennonitische Lexikon, den Mennonitischen Geschichtsverein und kleinere monographische Arbeiten zur Geschichte und Theologie der Täufer. Dissertationen beispielsweise sind von mennonitischen Theologen in Deutschland zu Themen des Täufertums nur selten geschrieben worden. Abraham Fast schrieb seine Lizentiatenarbeit in Basel über die Freiheit des Willens bei den Täufern (unveröffentl., 1912) und Emil Händiges in Jena über Die Lehre der Mennoniten in Geschichte und Gegenwart (1920). Selbst Heinold Fasts Untersuchung zu Heinrich Bullinger und die Täufer (1959) beschäftigt sich mehr mit Bullinger als mit der Theologie der Täufer. Intensiv setzen dann seine Forschungen zum Täufertum mit den Vorarbeiten für die Quellenbände zur Geschichte der Täufer in der Schweiz (1973) und zum sogenannten Kunstbuch (2007) ein. Erst in den letzten Jahrzehnten nimmt das Interesse zu, nach einer Theologie der Täufer zu forschen, die sich bisher nur bruchstückhaft herausarbeiten ließ und die es aufgrund des polygenetischen Ursprungs der Täufer (Täuferforschung) in einer heute wünschenswerten Geschlossenheit wohl nicht gegeben hat. Gewachsen ist auch das Interesse, Impulse aus dem Täufertum für die theologische Arbeit in der Gegenwart zu nutzen: vor allem bei Heinold Fast im Anschluss an John H. Yoder (Fast, Beiträge zu einer Friedenstheologie, 1982), bei Hans-Jürgen Goertz in Bruchstücke radikaler Theologie heute (2010) und Fernando Enns, der sich bemüht, eine mennonitische Friedenstheologie im Zusammenhang mit einer Stiftungsdozentur für Friedenstheologie an der Universität Hamburg zu erarbeiten (Enns, Friedenskirche in der Ökumene, 2003). Enns setzt diese Arbeit jetzt auf einem Lehrstuhl des Taufgesinnten Seminars an der Freien Universität Amsterdam fort.

Diese Arbeit vollzieht sich nicht nur im Gespräch mit der Täuferforschung und der theologischen Arbeit unter den Mennoniten in Nordamerika, sondern vor allem auch im ökumenischen Gespräch der Gegenwart (→Ökumenische Bewegung) und in bilateralen Gesprächen zwischen den Konfessionen (→Bilaterale Konfessionsgespräche). In diesen Gesprächen eröffnet sich für mennonitische Theologen die Chance, Anschluss an die theologischen Bemühungen insgesamt zu finden, durch stetige Mitarbeit auch zu wahren und voranzutreiben. Es wächst die Einsicht, dass es dabei nicht um eine mennonitische Theologie oder eine Theologie für Mennoniten gehen kann, sondern um das Mitspracherecht einer Theologie aus dem Geist des Täufertums in der theologischen Arbeit der Gegenwart allgemein.

Hans-Jürgen Goertz

3. Theologie der Taufgesinnten in den Niederlanden

Das Doopsgezinde Seminar (1680 - 2012)

Nach einem ersten Versuch, 1680 eine Ausbildungsstätte für den mennonitischen Predigernachwuchs in den Niederlanden zu gründen, wurde schließlich 1735 in Amsterdam das erste Doopsgezinde Seminar in der täuferischen Geschichte eingeweiht. In den Gemeinden war der Wunsch entstanden, einen Hochschullehrer zu ernennen und eine systematische Ausbildung aufzubauen. Der Plan, eine Allgemeine Sozietät zu gründen, die sich um die Einrichtung dieser Ausbildungsstätte kümmern sollte, war allerdings gescheitert.

Während einerseits die bekenntnisgebundenen Zonnisten eine verbindliches Glaubensbekenntnis als Garant für die Einheitlichkeit der Verkündigung forderten, legten andererseits die Lammisten einen besonderen Nachdruck auf eine (empirische) Philosophie als Fundament der Ausbildung. So konnte keine Basis für eine solide Zusammenarbeit gefunden werden. So erhielten die Taufgesinnten vorübergehend zwei Seminare. Das Zonnistische Seminar bestand von 1753 bis 1780.

Um die Predigerausbildung in der napoleonischen Zeit sicherzustellen, wurde 1811 mit Unterstützung ursprünglich konservativer und liberaler Gemeinden die Algemene Doopsgezinde Societeit gegründet. Die Aufmerksamkeit, die ursprünglich der (empirischen) Philosophie galt, verschob sich auf die Theologie und die praktischen Fächer. In den folgenden Jahren wurde den Studenten geraten, neben den Vorlesungen am Seminar auch theologische Vorlesungen am Seminar der Remonstranten und Lutheraner, sowie am Atheneum Illustre, dem Vorläufer der Universität von Amsterdam (1877), zu hören.

Ungefähr ab 1960 arbeiteten Taufgesinnte, Lutheraner und Reformierte an der Universität von Amsterdam gut zusammen. Mennonitische Hochschullehrer wurden bis 2001 an diese Universität berufen, bis die theologische Fakultät aufgelöst und die Lutheraner und Reformierten nach Utrecht umzogen. Ab 2003 führten die Mennoniten ihre Ausbildung in einem ökumenischen Kontext an der Freien Universität Amsterdam weiter. Inzwischen fanden die Taufgesinnten Anschluss an ein internationales mennonitisches Ausbildungsniveau.

Unter dem Einfluss der Aufklärung musste der Konfessionalismus dem Liberalismus weichen. Auffälligerweise wurde die systematische Theologie als Hauptfach, anfangs unter dem Namen der „Glaubens- und Sittenlehre“, am Doopsgezinde Seminar unterrichtet. Inzwischen ist die Bezeichnung des 19. Jahrhunderts gegen die moderne „Theologie und Ethik“ ausgewechselt worden und weist ein großes Interesse an der Friedenstheologie auf. Dafür ist an der Freien Universität Amsterdam ein Lehrstuhl eingerichtet worden, den Fernando Enns seit 2011 innehat.

Akademische Studien

Theologen unter den Taufgesinnten in den Niederlanden haben keine großen systematischen Werke hinterlassen, wie sie etwa mit der Kirchlichen Dogmatik Karl Barths zu vergleichen wären. Das theologische Interesse richtete sich vor allem auf Aspekte allgemein christlicher und täuferischer Glaubenslehre. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Kombination aus Religionsphilosophie und Ethik einerseits und Glaubens- und Sittenlehre andererseits angestrebt. So schrieben spätere Hochschullehrer am Seminar zwischen 1940 und 1960 Dissertationen zu religionsphilosophischen Themen: W. F. →Goltermann (1898-1990) über De godsdienstwijsbegeerte (Religionsphilosophie) van S. Hoekstra Bz. (1942), J. A. →Oosterbaan (1910-1998) über Hegels Phänomenologie des Geistes en die theologische kenleer (1953) und A. F. de Jong (geb. 1933) über Een wijsbegeerte van het woord. Een wijsgerige studie over de taalbeschouwing (Sprachauffassung) van Martin Heidegger (1966). Mit der Kombination von Religionsphilosophie und Ethik wurde der allgemeinen Überzeugung Folge geleistet, dass ein geschlossenes dogmatisches System der Verborgenheit und dem Geheimnis Gottes kaum in der Lage ist, der inneren Erfahrung des Menschen Ausdruck zu verleihen.

Vor diesem Hintergrund ist auch die dogmatische Studie über De Gemeente in de wereld (1941) von Frits →Kuiper (1898-1974) zu sehen, die allerdings ganz undogmatisch angelegt ist. Er orientiert sich an dem, was die Heilige Schrift über Gott aussagt. Anders als die traditionelle Glaubenslehre setzt Kuiper in seinen Artikeln stets mit der Anthropologie oder der Ekklesiologie ein, als dem sichtbaren Ort der Verkündigung Gottes (s. auch Leven uit de hoop. Een verantwoording van bijbels geloof, 1958). Über Taufe und Abendmahl, den verborgenen Umgang mit Gott und die Nachfolge Christi kommt er zur „Schönheit des Lebens auf Erden“ und dem Sterben in Frieden. So versucht er, sowohl für die Gemeindeglieder als auch für Außenstehende eine Antwort auf die grundsätzlichen Fragen der christlichen Gemeinde zu finden.

Die Jahre nach der Besatzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht stellten die Theologen des Seminars besonders vor die Frage, wie Glauben und Geschichte aufeinander zu beziehen seien. In diesem Zusammenhang erschien W. F. Goltermans Schrift über Geloof en Geschiedenis (1948). Darin verteidigt er die Eschatologie gegen den Humanismus und Nihilismus als einen Begriff, der der Geschichte ihren Sinn verleiht. Im sinnlosen, katastrophalen Geschehen in der Welt steht der eschatologisch bestimmte Glaube an das Königreich Gottes für den Durchbruch des Heils.

Im Wechsel vom 19. zum 20. Jahrhundert vollzog sich eine Wende vom Subjektivem zum Objektivem. Die Werke Karl →Barths und K. H. Miskottes haben junge Mennonitenprediger, die sich in der „Ekklesiologischen Arbeitsgruppe Glaube und Werke“ zusammen fanden, nachhaltig beeinflusst. Jetzt wurde biblischer und christologischer gedacht und geschrieben, wie es in der kleinen Schrift Doopsgezind Belijden Nu (1955) zum Ausdruck kommt. Gleichzeitig entstand ein neues Interesse an der Theologie von Menno Simons. Aufgrund seines Nachdenkens über den kritischen Dialog zwischen Philosophie und Theologie gelangte J. A. Oosterbaan zur überraschenden Einsichten über die zentralen Themen der christlichen und speziell auch täuferischen Glaubenslehre. In seiner Abhandlung über Een doperse christologie (1981) wies er auf die Verwandtschaft zwischen der Menschwerdungslehre Christi bei Menno Simons und Karl Barth hin, die beide den Nachdruck auf die Gnade allein (sola gratia) legten.

Im Gedenken an Menno Simons 1961 schrieb H. W. Meihuizen (1906-1983) eine historische Untersuchung über das Leben und die Lehre des Menno Simons (Menno Simons. IJveraar voor het herstel van de nieuwtestamentische gemeente, 1496-1561). In seiner Dissertation Het woord is vlees geworden (1982) thematisierte Sjouke Voolstra (1942-2004) den Zusammenhang zwischen der melchioritischen Inkarnationslehre und der Vorstellung von der „neuen Kreatur“, der in Meihuizens Untersuchung nicht dargestellt wurde. Dieser Zusammenhang zeigt sich in Bußfertigkeit des Glaubenden als Ausdruck der Perfektibilität des wiedergeborenen Menschen. Dieses Grundthema der Theologie von Menno Simons hat sein Fundament in Jesus Christus und wird von der Erwartung des Reiches Gottes bestimmt. Damit korrigierte Voolstra auch die irrige Meinung, dass es im Täufertum nur um ethische und nicht auch um dogmatische Belange gegangen sei, wie in der Geschichtsschreibung und Glaubenslehre des 19. und 20. Jahrhunderts immer angenommen worden war. Darauf legte er auch in seiner Antrittsrede Vrij en Volkomen. Rechtvaarding en heiliging in dopers perspectief den Akzent, die er anlässlich der Übernahme einer Professur für Glaubens- und Sittenlehre am Doopsgezinde Seminar 1985 hielt. Er unterstrich den effikativen Charakter der täuferischen Rechtfertigunglehre. Aus Gottes Gnade folgt die menschliche Bereitschaft zur Mitwirkung im Heilsempfang. Schließlich ist Robbert A.Veens Dissertation (Maastricht 2001) ein Versuch, eine christliche Ethik aus mennonitischer Perspektive zu entwerfen. Veen setzt sich für eine neuerliche Beachtung des Gesetzes als Quelle für eine christliche Ethik und den theonomen Gehorsam als Kern christlicher Ethik ein, was auch in der Theologie von Menno Simons zu finden sei.

Die Dissertation Alfred R. van Wijks (geb. 1944) ist eine Studie, die nach der Entwicklung der täuferischen Glaubenserziehung in den Niederlanden fragt (ca. 1540 - 1811) und dafür die gedruckten glaubenspädagogischen Schriften heranzieht: Plicht tot leren en plichten leren (Kampen 2007). Diese Dissertation gehört mehr in das Fachgebiet der Praktischen als der Systematischen Theologie. Ihre Bedeutung liegt darin, dass ein historischer Überblick der Theologiegeschichte (Glaubenslehre) und der Art, wie der Glauben gelehrt wurde (Didaktik), gegeben wird und die Linien bis in die Gegenwart ausgezogen werden. In seiner hymnologischen Studie widmet sich Pieter Post (geb. 1958) der Rechtfertigung und Heiligung im täuferischen Kirchengesang: Geschiedenis van het doopsgezinde kerklied. Van particularisme naar oecumeniciteit, 1793-1973, (Diss., Hilversum 2010). Er fand heraus, dass sich diese theologischen Aspekte der Glaubenslehre in den Liedertexten unter dem Einfluss von Aufklärung, biblischer Orthodoxie, Modernismus, Ökumenizität und gesellschaftlicher Entwicklung jeweils verändert haben. Dennoch ist festzustellen, dass Rechtfertigung und Heiligung als Zwei-Einheit (twee-eenheid) verstanden werden und die effikative Rechtfertigung als typisch täuferisches Merkmal erhalten bleibt. Im 20. Jahrhundert führte die Angst vor Dogmatismus und Dilettantismus schließlich zu einer Entwertung und zum Verschwinden dieser überzeitlichen Werte des Glaubens. Die Begriffe Rechtfertigung und Heiligung wurden nicht mehr in der Lehre verwendet, sondern durch modische Begriffe wie „Bestimmung“ und „Lebenshaltung“ ersetzt.

Anlässlich des Gedenkens an die Geburtsjahr von Menno Simons und den Tod von Martin Luther erschien 1966 in täuferisch-evangelisch-lutherischer Zusammenarbeit ein Band unter dem Titel Illustere Dissenters. Aspecten van de positie der Nederlandse Lutheranen en Doopsgezinden (Zoetermeer/Woerden 1996). Auch hier wendet sich die Aufmerksamkeit der Rechtfertigung und Heiligung zu. Die Unterschiede zwischen lutherischer, täuferischer und reformierter Konfession werden nebeneinander gestellt. Gleichzeitig veröffentlichten die Taufgesinnten Onaangeroerd tegoed (Unangerührtes Guthaben). Vijf essays over het doopsgezinde erfgoed (Zoetermeer 1996) und richteten die Aufmerksamkeit auf die von A. F. de Jong aufgeworfene Frage nach der Modernität von Menno Simons bzw. die mögliche Relevanz der Inkarnationslehre Mennos für die Synthese von philosophischer und theologischer Gotteslehre. Seiner Meinung nach ermöglicht es diese Inkarnationslehre dem Glauben und der Theologie, den Mächten dieser Welt und dem Bösen im Allgemeinen kritisch zu begegnen. Die sich darauf gründende eschatologische Hoffnung rechnet mit dem Status quo einer ontologischen, ewigen Ordnung ab, die das Böse einschließt und deren Bürge der Gott der philosophischen Gotteslehre ist.

Glaubenslehre für die Gemeinde

Neben diesen akademischen Studien erschienen im Laufe der Zeit einige Schriften, die eigens für die Pfarrer und ihre Gemeinden bestimmt waren. Zum Teil berichten sie von den Gesprächen zwischen Taufgesinnten, Baptisten und Calvinisten im Rahmen der ökumenischen Bewegung (→Bilaterale Konfessionsgespräche), zum Teil dienen sie dem Aufbau des Glaubens in den Gemeinden. Im Doperse-Calvinistische gesprek in Nederland (s-Gravenhage 1982) werden die verschiedenen dogmatischen Auffassungen von Bund, Wort, Geist, Christologie, Gemeinde, Taufe und messianisches Lebensmodell miteinander verglichen. Das Gesprächsbüchlein Geloven Vragenderwijs, aanzet tot doopsgezind belijden (Fragen nach dem Glauben, Anregung zu täuferischem Bekenntnis), erschienen in Amsterdam 1990, wurde von einer Arbeitsgruppe des Doopsgezinde Seminars zusammengestellt. Alle Kapitel folgen einem vierteiligen Aufbau: Erkundung, Bibel, Vergangenheit und Zukunft. Themen sind: Jesus Christus, die Bibel, die Gemeinde, die Taufe auf das Bekenntnis, das Abendmahl, Leitung als Dienst, sich umeinander kümmern, Gemeinde und Welt. Ebenso wurde die Schrift Christelijk belijden in dopers perspectief (Amsterdam 1997) vom Doopsgesinde Seminar herausgegeben. Es ist die niederländische Übersetzung der nordamerikanischen Confession of Faith in a Mennonite Perspective (→Bekenntnisse) um Erläuterungen erweitert. Aangeraakt door de Eeuwige (Angerührt vom Ewigen), (Zoetermeer 2001), ist ebenfalls ein Glaubensbuch für die Gemeinden. Es enthält aber keine Glaubenslehre im traditionellen Sinn, vielmehr stand das Handbuch Ventures in Discipleship (1984) von John R. Martin Modell für einen gemeinsamen Prozess des Lernens und des Wachsens im Glauben. Dieses Glaubensbuch passt zum Lebensgefühl des postmodernen Menschen.

Een theologie van stukjes en beetjes

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Theologen keine vollständigen systematischen Darstellungen oder Handbücher geschaffen, sondern nur Aspekte der Glaubenslehre erläutert haben, die als Maßstab für die Erarbeitung einer Theologie dienten. Die Theologie der niederländischen Taufgesinnten kann als „een theologie van stukjes en beetjes“ (Alle Hoekema) bezeichnet werden. Dabei fällt auf, dass Rechtfertigung und Heiligung als Ausdruck des Glaubens und Handelns (Theologie und Ethik) einen wichtigen Schwerpunkt bilden. Ebenso fällt auf, dass sich das Interesse von der Religionsphilosophie und Theologie auf die Christologie und die Theologie von Menno Simons verschoben hat. Wichtig ist schließlich, dass die Glaubenslehre nicht nur akademisch behandelt wird, sondern auch ihren festen Platz in der Praxis der Gemeinde gefunden hat.

Pieter Post

4. Die Suche nach theologischer Perspektive in Nordamerika

Jeder Bericht über mennonitische Theologie in Nordamerika muss einige grundsätzliche Gegebenheiten beachten. Die nordamerikanischen Mennonitengemeinden hatten keine theologische Schulen, in denen Doktoranden im Fach der systematischen Theologie hätten promoviert werden können, auch nicht in exegetischen Fächern zum Alten und Neuen Testament, in christlicher Ethik oder in Kirchengeschichte. Seit über einem Jahrhundert haben Mennoniten zwar kirchliche Colleges, in denen Einführungskurse in Theologie angeboten werden. Aber erst während und nach dem Zweiten Weltkrieg verfügen die Mennoniten über Seminare, die weiterführende Kurse in Theologie eingerichtet haben (früher B. D., Bachelor of Divinity, jetzt M. Div., Master of Divinity). Es ist nicht von ungefähr, dass sich zwei dieser Seminare „biblische Seminare“ (biblical seminaries) nennen, ein Hinweis auf den einstigen Argwohn gegenüber systematischer Theologie, zumindest zur Zeit ihrer Gründung. Da Mennoniten, die Theologie an diesen Colleges und Seminaren lehren, in der Regel promoviert sein müssen, sehen sie sich gezwungen, den Doktorgrad an nichtmennonitischen theologischen Schulen oder Universitäten zu erwerben. Dort stehen sie natürlich vor der Aufgabe, den Glauben ihrer eigenen Kirche zum Glauben der nichtmennonitischen theologischen Welt in Beziehung zu setzen.

In einem Lexikonartikel über mennonitische Theologie sagte Marlin Miller, dass mennonitische Theologie herkömmlicherweise eher implizit, im Zuge anderer Arbeiten und beiläufig als formal und systematisch getrieben wurde (Marlin Miller, Art. Theology, S. 880-884). Die implizite Theologie vieler nordamerikanischer Theologen enthält Elemente traditioneller Rechtgläubigkeit (Orthodoxie), Versatzstücke evangelikaler Grundsätze und Erörterungen zu ausgewählten Praktiken ihrer Vorfahren im 16. Jahrhundert. Nach dem Überblick von J. Howard Kauffman und (Anabaptists Four Centuries Later, 1975) legten mennonitische Theologen mehr Wert auf allgemeine Rechtgläubigkeit (Glauben an die personale Existenz Gottes, die Menschwerdung, die Gottheit und Menschheit Jesu Christi, die Zwei-Reiche-Lehre, die Wiederkehr Christi, Leben nach dem Tod, Himmel und Hölle) als der nationale Durchschnitt von Protestanten und römischen Katholiken. Mennoniten haben auch die evangelikalen Hauptlehren bestätigt (Unfehlbarkeit der Bibel, die Jungfrauengeburt Jesu, die Schöpfung in sechs Tagen usw.), vor allem aber oft die Lehren ihrer Vorfahren von der Nachfolge, dem Leiden um des Evangeliums willen, von der Glaubenstaufe, dem gemeindlichen Leben, der Eidverweigerung, der Wehrlosigkeit und der Absonderung von der Welt (Nonkonformismus) in der einen oder anderen Form.

Marlin Miller war der Auffassung, dass die Suche nach einer theologischen Perspektive unter den nordamerikanischen Mennoniten auf die Erneuerung des täuferisch-mennonitischen Erbes im 20. Jahrhundert zurückging und mit einer reichhaltigen Mischung theologischer und ethischer Strömungen und Unterströmungen zu ringen hatte. Im Allgemeinen hat sich die theologische Arbeit auf so vielfältige Weise unter den Mennoniten entwickelt, weil eine ausgewiesene Struktur der Lehre fehlte und ein impliziter Konsens in den Schriften mennonitischer Theologen nur in Bruchstücken vorlag. In dieser Situation wurde vorgeschlagen, eine explizite Theologie oder zumindest eine bestimmte theologische Perspektive zu erarbeiten. Solche Vorschläge bezogen sich auf die Christologie, Ekklesiologie, Eschatologie und Ethik und strebten eine Perspektive an, die von einem christlichen Glaubensverständnis geprägt sein sollte, das ihren besonderen Ausdruck in der Nachfolge Christi im Leben findet, ebenso im Konzept der Kirche als disziplinierte und missionarische Gemeinschaft der Glaubenden, im Glauben daran, dass die Herrschaft Gottes bereits angebrochen sei und der Vollendung entgegengehe, und im Anliegen, verbindliche christliche Glaubenspraxis theologisch zu reflektieren. Trotz dieser Vorschläge und der Diskussionen, in denen sie entstanden, ist der größte Teil theologischer Literatur, die von Mennoniten hervorgebracht wurde, zufällig entstanden und eher thematisch bestimmt gewesen als systematisch. Sie deckt auch nicht umfassend genug ab, was im Rahmen der Theologie diskutiert werden müsste.

Drei große Entwürfe mennonitischer Theologie

Seit Marlin Millers Artikel aus dem Jahr 1989 hat sich dieses Bild der theologischen Arbeit hier und da verändert. Es sind vor allem drei inzwischen verstorbene mennonitische Theologen zu nennen, die sich in neuerer Zeit der Aufgabe unterzogen haben, mennonitische Grundsätze, vor allem das Friedenszeugnis, mit der Tradition der allgemeinen christlichen Theologie zu verbinden.

Zunächst ist an Gordon D. Kaufman, Professor an der Harvard University (gest. 2011), zu erinnern. Seine Arbeit ist auf nachhaltige Weise dem Friedenszeugnis verpflichtet, obwohl er schon in Nonresitance and Responsibility, and Other Mennonite Essays (1979) meinte, dass sich ein christlicher Pazifist in einem öffentlichen Amt genötigt sehen wird, Entscheidungen für eine nichtpazifistische Gesellschaft zu treffen, der er verantwortlich ist. Eines seiner Hauptwerke, die Systematic Theology: A Historicist Perspective (1968) ist eine klare und erfrischende Darlegung der konventionellen christlichen Lehrstücke, die gewöhnlich in der Theologie des 20. Jahrhunderts traktiert werden, z.B. Trinität, Christologie, Ekklesiologie und Eschatologie. In diesem Werk fühlt Kaufman sich nicht an die Autorität des nizänischen oder chalcedonensischen Glaubensbekenntisses gebunden, auch nicht an die Genugtungslehre in der Christologie des Anselm von Canterbury. In seinem letzten Hauptwerk In Face of Mystery (1993) widerruft er seine frühere Systematic Theology und enthält sich jeglicher Hinweise auf das Täufer- und Mennonitentum. Stattdessen setzen seine theologischen Überlegungen bei der modernen Evolutionslehre und den Sozialwissenschaften ein und nennen Gott eine „Serendipitous Creativity“ (Schöpfungskraft, die glücklicherweise zum Guten wirkt, aber für den Menschen unverfügbar bleibt). Dennoch schimmert auch in Face of Mystery Kaufmans mennonitische Herkunft durch: ein wehrloser Jesus Christus spiegelt einen gewaltfreien Gott wider. Während einige Mennoniten die Kühnheit Kaufmans gewürdigt haben, sind nur wenige seinem Vorsatz gefolgt, die historisch gewachsene christliche Begrifflichkeit aufzugeben. Schon seine Systematische Theologie hatte Kaufman in „historistischer Perspektive“ angelegt und die Behauptung aufgestellt, dass keine Theologie universal oder zeitlos, sondern von der jeweiligen Situation des Theologen in Ort und Zeit beeinflusst, wenn nicht sogar bestimmt sei. Von 1981 bis 1982 war Kaufman Präsident der American Academy of Religion, der bedeutendsten und größten Vereinigung, der Gelehrte aus allen Bereichen der Religionswissenschaft in Nordamerika angehören.

Ein zweiter Theologe war A. James Reimer (gest. 2010), der am Conrad Grebel College und an der Toronto School of Theology lehrte und der klassischen Theologie der alten Kirche verpflichtet war; vielleicht war der Grund dafür sein Studium zur Erlangung des Doktorgrads am katholischen St. Michaels College in Toronto. Reimer bekennt, von dem Denken des kanadischen Philosophen George Grant zutiefst beeinflusst zu sein, vor allem von dessen Kritik der Moderne, sogar ihren technologischen Errungenschaften. Grant war davon überzeugt, dass eine Ordnung im Universum jenseits von Raum und Zeit existiere. So überrascht es nicht, wenn Reimer die Bedeutung der frühen klassischen Glaubensbekenntnisse und die Lehre von der Trinität Gottes unterstreicht und für die theologische Arbeit in der Gegenwart erschließt. Der Titel seines Hauptwerkes Mennonites and Classical Theology (2001), eine opulente Aufsatzsammlung, gibt diese Richtung seines Denkens wieder. In jedem dieser Aufsätze betont er die Notwendigkeit, Theologie und Ethik in der Lehre von der Trinität zu verankern, die er, wie mehrmals in einigen Passagen ausgeführt wird, als soziale Lehre der Trinität begreift. Reimer hatte noch vor, in einer größeren Abhandlung zu zeigen, wie das mennonitische Interesse an Ethik in einer solchen klassischen Theologie Grund gelegt ist; doch er starb, bevor er dieses Vorhaben abschließen konnte. Auch von seinen Bemühungen um eine politische Theologie konnte nur ein erstes dünnes Buch über die Geschichte einer Theologie von Krieg und Frieden (Christians and the War, 2001) veröffentlicht werden. Einige mennonitische Theologen sind Reimer darin gefolgt, klassische oder protestantische oder sogar moderne amerikanisch-evangelikale Theologie als normativ anzusehen und eine mennonitische Theologie zu erarbeiten, die sich in solche vorgegebene Modelle einfügt.

Der dritte mennonitische Theologe, auch wenn er vor allem Ethik lehrte, war John Howard Yoder (gest. 1997). Er hat zuletzt an der katholischen Universität von Notre Dame gelehrt und ist weltweit mit seinem Buch über Politics of Jesus (letzte Ausgabe 1994) bekannt geworden. Dieses Buch wurde in mehr als zehn Sprachen übersetzt und von der führenden evangelikalen Zeitschrift Christianity Today unter die zehn einflussreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts gezählt. Nicht so bekannt ist Yoders Preface to Theology (1975, 2002), in der er die Meinung vertritt, dass der Konstantinismus (die Einheit von Kirche und Staat) nicht nur die Ethik der Kirche, sondern auch ihre Theologie prägte. Darin unterschied er sich von solchen mennonitischen Theologen, die darauf hinwiesen, dass die Mennoniten mit den historischen Glaubenskenntnissen und protestantischen Lehrmeinungen grundsätzlich übereinstimmten und ihnen nur mennonitische Unterscheidungsmerkmale wie das Friedenszeugnis hinzufügten. Gleichzeitig meinte er gelegentlich, Nicäa und Chacedon und die klassische Trinitätsvorstellung wahrhaftiger aufgenommen zu haben, als die katholische und protestantische Theologie, obwohl er der chalcedonensischen Korrektur des nizänischen Glaubensbekenntnisses attestierte, die Menschheit Jesu auf angemessenere Weise beschrieben zu haben, als es auf dem Konzil von Nicäa gelungen war. Yoder zeigte mit seinen theologischen Überlegungen, wie sich die Aussagen von Nicäa und Chalcedon folgerichtig aus dem biblischen Material ergaben.

Obwohl Yoder kein Geheimnis aus seiner konfessionellen Zugehörigkeit machte und weithin als Mennonit bekannt war, hatte er schon in den frühen Jahren seines Studiums in Basel und seines Freiwilligendienstes in Frankreich eine ökumenische Vision ausgebildet und sich in Gesprächen mit Nichtmennoniten, vor allem in den sogenannten Puidoux Theological Conferences, engagiert. Er wurde zu Vorträgen weltweit eingeladen und stand dort mehr mit anderen als mit Mennoniten im Dialog. An der katholischen University of Notre Dame lehrte er zu Fragen des Gerechten Krieges und unterhielt freundschaftliche Beziehungen zu den Lehrenden dort. Er war Präsident der Society of Christian Ethics (1988) und wurde im Anschluss an seine Antrittsrede mit besonderem Beifall gefeiert. Eines der letzten Bücher Yoders trug den Titel The Jewish-Christian Schism Revisited (2003), und er nutzte diese Veröffentlichung, um Gespräche mit jüdischen Partnern zu reflektieren und in seine theologische Arbeit einzubeziehen.

Weitere Beiträge zur systematischen Theologie

Nur wenige mennonitische Theologen sind Gordon D. Kaufman darin gefolgt, die historisch gewachsene Begrifflichkeit der christlichen Theologie zugunsten einer neuen Konstruktion der Theologie aus dem Material der Natur- und Sozialwissenschaften aufzugeben. Die meisten sind andere Wege gegangen. Thomas N. Fingers zweibändige Christian Theology: An Eschatological Approach (2 Bde., 1985/1989) greift die üblichen Themen der systematischen Theologie auf - Trinität, Christologie, Rechtfertigung, Ekklesiologie, Eschatologie usw. - , versucht jedoch, die mennonitische Überzeugung von der gegenwärtigen, wenn auch unvollkommenen Verwirklichung der Herrschaft Gottes zu vertreten, wie der Titel dieser beiden Bände andeutet. Seine jüngere Contemporary Anabaptist Theology (2004) hat einen überraschend großen Beifall von nichtmennonitischen Theologen in Nordamerika dafür erhalten, dass sie gezeigt hat, welchen Beitrag das täuferische Denken zur ökumenischen Theologie in der weltweiten Kirche zu leisten vermag. Freilich hat Finger sich darum bemüht, den traditionellen Häresieverdacht, dem die Täufer ausgesetzt waren, herunterzuspielen und zu zeigen, wie rechtgläubig sie in fast jeder Hinsicht dachten.

Die Trilogie, die C. Norman Kraus (Goshen College, Indiana) unter den Titeln God Our Savior (2006), Jesus Christ our Lord (2004) und The Community of the Spirit (2008) veröffentlichte, reflektiert nicht nur die Trinitätslehre, sondern auch die Schriftgemäßheit des Glaubens, an der den Mennoniten soviel liegt. Als ausgewiesener Exeget der Heiligen Schrift konstruiert Kraus seine Theologie aus Bausteinen der Schrift und findet auf diese Weise einen eigenen, nicht an theologischen Systemen des Protestantismus orientierten Aufbau der Theologie.

J. Denny Weaver (Bluffton University) fühlt sich dem Lager John H. Yoders fest verbunden und verteidigt das biblische und täuferische Friedenszeugnis in Defenseless Christianity: Anabaptism for the Nonviolent Church (2009, gemeinsam mit Gerald J. Mast). Sein bekanntestes Werk ist wohl The Nonviolent Atonement (2. Aufl., 2011), in dem er die Genugtuungslehre des Anselm von Canterbury und moderne Varianten einer Lehre von der Stellvertretung Jesu Christi durch eine Auffassung vom „Narrative Christus Victor“ ersetzt. In seinem Buch Anabaptist Theology in Face of Postmodernity: A Proposal for the Third Millenium (2000) hat Weaver in einem eigenen Kapitel verschiedene Versionen mennonitischer Theologie kritisiert, die hauptsächlich Lehrstücke traditioneller Rechtgläubigkeit bearbeiten und mennonitische Besonderheiten nur ergänzend hinzufügen.

Noch zwei weitere Theologen verdienen es, hier genannt zu werden: Ted Grimsrud (Eastern Mennonite University) mit seinen Büchern Triumph of the Lamb (1998) und Theology As if Jesus Matters: An Introduction to Christianity´s Main Convictions (mit David Neville und Duane Friesen, 2009) sowie Duane Friesen (Bethel College, Kansas) mit dem Buch Christian Peacemaking and International Conflict: A Realist Pacifist Perspective (1986). Beide Theologen folgen John H. Yoders theologischem Ansatz, indem sie sich für die Relevanz der Lehre von der Wehrlosigkeit bzw. Gewaltfreiheit, auch in der weiteren Gesellschaft, einsetzen. Freilich zeigen sie auch gelegentlich Verständnis für den theologischen Ansatz, den Gordon D. Kaufman verfolgt hat.

Einige mennonitische Theologen haben Monographien geschrieben, die sich auf einige mennonitische Schwerpunkte konzentrieren. Ein Beispiel ist Marlin Jeschkes (Emeritus, Goshen College) Abhandlung über Kirchenzucht mit dem Titel Discipling in the Church (3. Aufl. 1989), die auch weit über mennonitische Kreise hinaus beachtet wurde.

Zwei Theologen haben mit Sammlungen mennonitischer Glaubensbekenntnisse zur theologischen Arbeit der Mennoniten beigetragen: One Lord, One Church, One Hope, and One God: Mennonite Confessions of Faith in North America (1985) wurde von Howard Loewen (Dean am Fuller Theological Seminay) für den Gebrauch in theologischen Seminarveranstaltungen zusammengestellt, als er noch am Mennonite Brethren Biblical Seminary in Fresno, Kalifornien (heute Fresno Pacific Biblical Seminary), lehrte. Confessions of Faith in the Anabaptist Tradition, 1527-1660 (2006) wurden von Karl Koop (Canadian Mennonite University in Winnipeg) zusammengetragen, um zu zeigen, dass die täuferisch-mennonitische Kirche schon von Anfang an eine um Theologie bemühte Kirche war und ihren Glauben in formalen Bekenntnissen zum Ausdruck brachte.

Nicht übersehen werden sollte in dieser Beziehung auch die Confession of Faith in a Mennonite Perspective, die 1995 von Marlin Miller (gest. 1994, ehemals Präsident des Associated Mennonite Biblical Seminary in Elkhart, Ind.) und Helmut Harder (Emeritus, Canadian Mennonite University) zusammengestellt wurde. Einige der 24 Artikel beschäftigen sich mit mennonitischen Besonderheiten wie dem Fußwaschen beim Abendmahl, Kirchenzucht, Nachfolge, Eidverweigerung, Wehrlosigkeit und dem Verhältnis zwischen Kirche und Staat. Die mennonitischen Besonderheiten sind hier aber nicht nur Ergänzungen zu den klassischen Glaubensartikeln. Eine mennonitische Perspektive verleiht vielmehr auch anderen Artikeln wie der Christologie, Erlösung und Eschatologie ihr besonderes Gepräge.

Biblische und ethische Ausrichtung der Theologie

Was die mennonitische Theologie in Nordamerika während der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts und in der Gegenwart kennzeichnet, ist das bestimmende Interesse an einer biblischen und ethischen Ausrichtung. Die Akzente variieren jedoch, und es deutet sich an, dass einige Theologen die Notwendigkeit empfinden, mennonitische Besonderheiten mit klassischer Rechtgläubigkeit oder amerikanischem Evangelikalismus auszusöhnen, während andere die Notwendigkeit sehen, eine mennonitische Theologie von den täuferisch-mennonitischen Grundlagen her zu formulieren, indem sie die historischen Lehranschauungen im Sinne nicht für verhandelbar gehaltener Besonderheiten, wie dem Friedenszeugnis, dem Konzept der Freiwilligkeitskirche (Believers´ Church), Nachfolge, Kirchenzucht und Mission, neu interpretieren. Millard Linds Yahweh is a Warrior (1980) wie auch Williard Swartleys Covenant of Peace: The Missing Peace in New Testament Theology and Ethics (2006) sind Schwergewichte mennonitischer Exegeten, die mennonitische Theologen darin bestätigen, die biblische und ethische Ausrichtung ihrer systematischen oder konstruktiven Theologie beizubehalten.

Systematische Theologie hat bis heute nicht dieselbe institutionelle und akademische Unterstützung in der mennonitischen Kirche erfahren wie biblische Studien und Kirchengeschichte. Darin könnte sich der einstige Argwohn der Mennoniten gegenüber der Theologie widerspiegeln. In dieser Beziehung ist Conrad Grebel Review, eine Zeitschrift des kanadischen Conrad Grebel University College in Waterloo, zu erwähnen, in der ein lebendiger theologischer Dialog geführt und manche streitbare Auseinandersetzung ausgetragen wird - mehr als in der sehr viel älteren, stärker der historischen Arbeit verpflichteten Mennonite Quarterly Review.

Literatur (Auswahl)

Zu 1. und 2.

Karl Barth, Einführung in die evangelische Theologie, 2. Aufl., Zürich 1962. - Gerhard Ebeling, Theologie und Verkündigung, 2. Aufl., Tübingen 1963. - Fernando Enns, Friedenskirche in der Ökumene. Mennonitische Wurzeln einer Ethik der Gewaltfreiheit. Göttingen 2003. - Heinold Fast, Beiträge zu einer Friedenstheologie. Eine Stimme aus den historischen Friedenskirchen, Maxdorf 1982. - Hans-Jürgen Goertz, Bruchstücke radikaler Theologie heute, Göttingen 2010. - Niklas Luhmann, Die Gesellschaft der Gesellschaft, Bd. 1, Frankfurt/M. 1997. - Karl-Heinz Ratschow, Art. Theologie, in: Taschenlexikon Religion und Theologie, hg. von Erwin Fahlbusch, Bd. 5, 4. Aufl., Göttingen 1983, 166-169. - Gerhard Sauter (Hg.), Theologie als Wissenschaft, München 1971.

Zu 3.

Gerke van Hiele (Hg.), Aangeraakt door de Eeuwige. Geloofsboek ten behoeve van doopsgezinde gemeenten, Zoetermeer 2001. - Alle Hoekema, Doopsgezinde theologie: stukje en beetjes, in: Ciska Stark und Erik Jan Tillema (Hg.), Kracht van een minderheid. Doopsgezinden in Nederland, Zoetermeer 2011, 53-78. - Johann A. Oosterbaan, The Theology of Menno Simons, in: Mennonite Quarterly Review 35, 1961, 187-196, 237. - Ders., Grace in Dutch Mennonite Theology, in: Cornelius J. Dyck (Hg.), A Legacy of Faith, Newton, Kans., 1962, 69-85. - Ders., Mennonite Theology in the Netherlands’, in: Mennonite Life 18, 1963, 1-15. - Ders., Versuch einer ökumenischen Theologie’, in: Hans-Jürgen Goertz (Hg.), Die Mennoniten, Stuttgart 1972,141-155, wie auch in: Gemeinde Unterwegs (Mai 1975). - Ders., De reformatie der Reformatie. Grondslagen van de doperse theologie. In: Doopsgezinde Bijdragen 2,1976, 36-61, übersetzt als The Reformation of the Reformation: Fundamentals of Anabaptist Theology, in: Mennonite Quaterly Review 51,1977, 171-195. - A.F. de Jong, Geest en toekomst. De invloed van het cultureel-wijsgerig klimaat op de Doopsgezinden in de tweede helft van de 17e eeuw, in: Doopsgezinde Bijdragen 6, 1980, 24-36. - Sjouke Voolstra, True penitence. The core of Menno Simons’ Theology, in: Mennonite Quaterly Review 62, 1988, 387-400; ebenso in: Doopsgezinde Bijdragen 12-13, 1986-1987, 248-265. – Ders., Free and Perfect: Justification and Sanctification in Anabaptist Perspective’, in: The Conrad Grebel Review 5, 1987, 221-231. Ders., Betvaardigheid buiten de biechtstoel. De transformatie van het sacrament der boete in een evangelisch-doperse boetepraktijk. In: Doopsgezinde Bijdragen 19, 1993, 29-42. - Ders., Verzoening is het hart van de bijbelse boodschap. In: Algemeen Doopsgezind Weekblad 53 (28. Februar 1998. - Ders., Eten en drinken tot ons oordeel, in: Algemeen Doopsgezind Weekblad 54 (27. März 1998). - H. D. Woelinga, De theologie van Frits Kuiper, in: Doopsgezinde Bijdragen 3, 1977, 21-32.

Zu 4.

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Marlin Jeschke

 
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